spargelsalat_01
Für 2 Personen

Bevor es mit dem Rezept für unseren Spargelsalat los geht, bekommt ihr ein wenig orientalische Kräuter- und Gewürzkunde. Wir lieben es deutschem Saisongemüse einen Hauch von Exotik zu verleihen und haben den Salat deswegen mit Zatar und Sumach verfeinert. Zatar kennt ihr vielleicht als Gewürzmischung. Wir haben es vor vielen Jahren das erste Mal bei unserem liebsten Falafel-Laden entdeckt und waren seitdem wahnsinnig begeistert von der Mischung. Man kann sie fertig kaufen aber auch ganz einfach selbst herstellen. Die namensgebende Pflanze ähnelt sowohl geschmacklich als auch vom Aussehen her Oregano. Die getrockneten Blätter werden zusammen mit Sumach, Salz und gerösteten Sesamsamen vermischt und bekommen so den typischen, leicht säuerlichen Geschmack der Gewürzmischung, die man auch ganz toll mit etwas Olivenöl auf ein frisches Fladenbrot streichen kann. Von der Sumachpflanze werden die roten Steinfrüchte getrocknet, geschrotet und dann pulverisiert. Der Geschmack ist etwas herb und fruchtig und sorgt für die säuerliche Note im Zatar. Wir verwenden im Rezept eine fertige Mischung.

Die Kichererbsen über Nacht in Wasser einlegen. Dann etwa 45 Minuten in Salzwasser kochen, bis sie gar sind, dann abgießen. Mit 1-2 EL Olivenöl beträufeln, Zatar darüber streuen und vermischen, bis die Kichererbsen mit der Gewürzmischung ummantelt sind. Vorm Servieren werden sie 3-4 Minuten in einer Pfanne geröstet. Dabei darauf achten, dass die Gewürze nicht verbrennen. Wenn die Sesamsamen zu hüpfen anfangen, sollten die Kichererbsen vom Herd genommen werden.
Den Spargel waschen und die holzigen Enden abbrechen. Mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Für das Dressing Apfelessig, Zitronensaft, Reissirup und Sumach in einer kleinen Pfanne aufkochen. Den Knoblauch hacken und mit den restlichen Zutaten zum Sud hinzugeben. Mit Meersalz abschmecken, kurz köcheln lassen und dann vom Herd nehmen und den Spargel hinzugeben. Der Spargel gart jetzt etwas in der restlichen Hitze der Pfanne und dem warmen Dressing. Nach 5 Minuten zusammen mit den gerösteten Kichererbsen servieren.

33 Kommentare

  • Guten Morgen Ihr 2,

    wow, dass sieht ja auch mal wieder fantastisch aus, und wird auf jeden Fall ausprobiert.

    Ein kleiner Tipp für meine Vorkommentatorin Susanne. Kichererbsen, ebenso wie andere Hülsenfrüchte, enthalten Saponine – ein Pflanzeneigner Wirkstoff, der dem Schutz dient. Ebenfalls enthalten Hülsenfrüchte vermehrt Phytate und Lektine, die ihrerseit Wirkung auf die Aufnahmefähigkeit von Mineralstoffen, bzw. das Immunsystem haben.
    Es ist daher zu empfehlen, die Hülsenfrüchte NICHT täglich zu konsumieren.

    LG Torsten

    • Hi Torsten, danke für deine Erklärung!! Eigentlich setzen wir uns erst so richtig mit solchen Dingen auseinander, seitdem wir unseren Blog haben. Wir haben viel über Zucker und Getreide gelernt, viel über verschiedene Ernährungsansätze gelesen. Aber dieses Feld ist einfach soooo riesig und es ist schwer da einen Überblick zu bekommen und zu verstehen, was jetzt eigentlich gesund ist und was nicht. Deswegen finde ich solche Tips wirklich sehr sehr hilfreich! Also gern immer her damit :) LG Susann

  • Wunderschöne Fotos …mal wieder! :-) Und eine klasse Rezeptidee, die kommt auf die To-Cook-Liste ;-)
    Und: Interessanter Hinweis von meinem Vor-Kommentator Thorsten! Ich esse zwar so gar nicht täglich Hülsenfrüchte…. eher alle zwei oder drei Monate mal – aber dennoch: interessant und gut zu wissen, Danke!
    Liebe Grüße,
    Stefanie

  • Ich bin jedes Mal unfassbar beeindruckt, von euren Fotos! Ihr liefert so viel Inspiration!!
    Und ich habe auch gerade dazu gelernt. Sumach verwende ich gern, Zatar kannte ich aber nicht. Und dass Hülsenfrüchte nicht täglich gegessen werden sollten, höre ich auch zum ersten Mal. Oder zumindest wusste ich über die Negativwirkung der Phytate, habe die Folge aber noch nicht kombiniert ;-) Ich esse Hülsenfrüchte 1-2x die Woche und bin dankbar für den Hinweis nicht aufzustocken.
    Liebe Grüße an euch und nochmal meinen riesen Respekt!
    Veronika

    • Veronika, danke für deine lieben Worte. Zatar solltest du unbedingt einmal probieren!! Egal ob in einem Joghurtdip oder wie schon beschrieben einfach auf einen Hefeteigfladen gepinselt und dann in den Ofen. Einfach köstlich, wir lieben es! LG Susann

  • Eine tolle Idee! Neue Varianten, Kichererbsen auf den Speiseplan zu bringen, sind bei mir immer willkommen. Ich habe neulich mal einen Hummus aus im Backofen gerösteten Kichererbsen gemacht – und beim nächsten Mal kommt absolut Z’atar dazu. Danke für den Tipp!

  • Wie immer wunderbare Bilder! Kichererbsen und Sumach habe ich auch vor Kurzem für mich entdeckt und sie werden jetzt öfter verwendet. In Zatar habe ich mich vor einigen Jahren in Israel verliebt und habe es seitdem immer da. Die Gewürzmischung werde ich auch bald mal ausprobieren! Lg Carina

  • Zatar ist auch meine große Liebe, vor allem zum Frühstück. Arabisches Brot, Olivenöl und Zatar. Oder Manaish mit Zatar sind auch sehr zu empfehlen.

    Ich kenn mich da ein bisschen aus, stamme nämlich selbst aus dem arabischen Raum. ;)
    Ganz liebe Grüße!

    • Minou, erklär mir doch bitte mal was Manaish ist?! Ich habe gefunden, dass es eine arabische Pizza ist, die aber auch nur mit Olivenöl und Zatar bestreut werden kann. Das haben wir bei unserem Araber oft gegessen aber ich wusste bisher nicht, dass es Manaish heißt. Wie gern würde ich das jetzt zum Frühstück essen….LG Susann

  • Ach wie toll. Ich freu mich jedes Jahr sehr auf die Spargelsaison und dieser Salat ist mal was ganz anderes. Die Gewürze kannte ich beide nicht, mal sehen, wo ich die hier auftreiben kann. Danke für die wunderbare Idee.
    Habt noch eine tolle Woche, liebste Grüße, Eva

  • oh, an die Kombination Spargel/Kichererbse muss man erst einmal denken :) es klingt zumindest schon einmal ganz wunderbar und sieht auf euren Fotos auch unglaublich zauberhaft aus :) (wenn ich irgendwann einmal auch nur ansatzweise so ein Foto hinbekomme, dann springe ich im Quadrat vor Freude ;) so schön sind sie!) das Rezept wird ganz sicherlich demnächst mal ausprobiert und steht weit oben auf meiner Spargel-To-Do-Liste ;) Liebste Grüße, Kiki

  • Wahnsinnig tolle Fotos und sehr sehr interessantes Rezept. Schöne Kombination.

    Werde ich mal nachmachen und davon berichten.

    Viele Grüße

  • Wow, erstmal ein Kompliment für die schönen Fotos. Die Gewürze Zatar und Sumach kannte ich noch nicht und werde mir diese auf jedem Fall besorgen und der Spargelsalat wird auf jeden Fall nachgekocht. Liebe Grüße Alex

  • Optisch ist das eine absolute 1! Sieht sehr gut aus. Bei dem Anblick freue ich mich schon auf die Mittagszeit und bekomme vorsorglich schon Hunger :-)

    Gruß,
    Jens

  • Ohh wie absolut gelungen und lecker sieht denn dieses Essen bitte aus!?! Hättet ihr ein Restaurant, ich würde wohl nur noch bei euch essen! :) Wenn ich das meinen Freund zeige, wird er wahrscheinlich es direkt von mir gekocht haben wollen..

  • Wir freuen uns riesig, dass es euch allen so gut gefällt!! Hoffentlich verzaubern euch nicht nur die Fotos, sondern auch das Gericht. Über Feedback oder eure Eigenkreationen freuen wir uns natürlich immer! Lasst es euch schmecken ;)

  • I just got home from the grocery store with some asparagus, so it seems I’m destined to make this recipe tonight. I purchased some zatar in December but hadn’t gotten around to trying it. This sounds great & I’m looking forward to making it.

    • It’s an alternative for sugar. You can also use rice or another syrup instead. But rice syrup is not as sweet as apple syrup. Best, Susann

  • Hi Ihr Beiden,
    sieht toll aus. Eure Mandelgnocchi hatte ich schon einmal nachgekocht. Wunderbar! Es gibt noch so viele tolle Sachen auf Eurer Seite
    die ich gerne nachkochen möchte.

    Danke an die Zeit, dass ich Euch entdeckt habe.

    Zatar habe ich durch Ottolenghi kennengelernt und auch schon mehrmals in Gerichten verwendet. Lecker! Ist in großen Mengen in meinem lokalen
    türkischen Supermarkt zu bekommen. Sumach hatte ich mit dort auch schon gekauft, aber noch nie als Einzelgewürz verwendet.

    Das Spargelcarpaccio ist wirklich einfach herzustellen. Habe es letzte Woche das erste Mal mit weißem Spargel zubereitet. Hätte nicht gedacht, dass
    mir das gelingt.

  • Hi Susann and Yannic!

    Yesterday I cooked this recipe from your book and I loved it! It was so delicate and delicious… I can’t stop cooking from your book, I find it wonderful, I want to try everything. This week I intend to cook the cauliflower risotto and the wild asparagus with quinoa, i’m sure I will enjoy them. Thank you very much for all these great recipes!!

    Marta

    • Dear Marta, thanks a million for your kind feedback! It makes us so happy to inspire people with our recipes. Have much fun with our book. Warmest regards, Susann

  • Hallo Ihr 2,
    das sieht einfach klasse aus und wird garantiert nachgekocht.
    Habt ihr einen praktischen Tipp, wie mir das dünne Schneiden des Spargels bestmöglich gelingt?
    Jakob

    • Hallo Jakob, wir schneiden den Spargel, wie auch im Rezept beschrieben, mit einem Sparschäler. Das klappt perfekt! Viel Spaß beim Nachkochen, Susann

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