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Für Für 6 Personen

Für das Topping die Cashewkerne mindestens 4 Stunden oder über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Die eingeweichten Cashewkerne abgießen, abtropfen lassen und mit der Mandelmilch, dem Ahornsirup, Rum, Orangensaft, Kokosöl und Salz cremig pürieren. Das Topping bis zur Verwendung abgedeckt in den Kühlschrank stellen, damit es fester wird und sich gut auf dem Kuchen verstreichen lässt.
Den Kürbis in Stücke schneiden und entweder im Backofen garen oder in einem Topf dünsten, bis er weich ist. Anschließend fein pürieren und abkühlen lassen.
Den Backofen auf 180 °C vorheizen (Umluft 160 °C ohne Vorheizen). Eine Springform (18 cm Durchmesser) fetten.
Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften, und grob hacken. Die Aprikosen fein hacken. Die Eier trennen. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker cremig rühren. Kürbispüree, Aprikosen, Rapsöl und Rum untermischen. Die gehackten Walnüsse mit dem Mehl, Backpulver, Natron, Zimt, Muskatnuss und Salz vermengen, die Mehl-Mischung unter die Eigelbmasse rühren und zum Schluss vorsichtig den Eischnee unterheben. Den Teig in die Form füllen und im Ofen (Mitte) ca. 40 Minuten backen, bis an einem hineingesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr hängen bleibt.
Den Kuchen herausnehmen, vollständig abkühlen lassen und die Cashewcreme darauf verteilen. Den Kürbiskuchen mindestens 5 Stunden, am besten über Nacht, abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen. Nach Belieben vor dem Servieren mit etwas abgeriebener Orangenschale und Walnusskernen garnieren.

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Für 6 Personen

Andere sind vor Weihnachten im Schoko- und Kekswahn, wir ziehen uns gerne nen leckeren Burger rein! Es gibt sie bei uns in allen erdenklichen Varianten. Gerade stehen wir total auf fluffige Brioche Brötchen und außergewöhnliche Saucen. Die rauchigen schwarze Bohnen Burger in diesem Rezept werden neben der Pflaumen-Rum-Sauce noch mit einem leckeren Rotkohlsalat belegt. Einem Coleslaw, wie die Engländer und Amerikaner dazu sagen würden. Anstelle von Mayo, die traditionell in diese Art Krautsalat kommt, haben wir eine Cashewcreme mit Kapern gemixt. Dazu gabs Ofenpommes und einen hausgemachten Ketchup. Da wir bei Burgern immer alles selbst machen, sind sie definitiv kein Fast Food. Die Hefebrötchen gehen gemütlich vor der Heizung auf, die Saucen werden eingekocht, der Kohl weich massiert, die Pommes selbstverständlich von Hand geschnitten und der Wintersalat sorgfältig verlesen. Dann wird jedes Brötchen mit viel Liebe belegt … um anschließend gierig verschlungen zu werden. Man sieht komisch dabei aus, bekleckert sich in der Regel und zwar im ganzen Gesicht, ist gezwungen die Finger abzulecken und kann danach meist nicht anders, als den Hosenknopf zu öffnen. Also perfekt, um sie zusammen mit Freunden zu essen! Das verbindet dann so richtig.

Für den Rotkohlsalat den Kohl in dünne Streifen schneiden, in einer Schüssel mit dem Salz vermischen und kräftig mit den Händen kneten, bis etwas Wasser austritt. Dazu am besten Handschuhe anziehen, damit die Hände nicht tagelang rotgefärbt sind. Den Essig mit dem Rotkohl vermischen und etwa 30 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch umrühren.
Die Cashewkerne mit den Kapern, dem Senf und Wasser in einem Blender oder mit dem Pürierstab cremig pürieren. Den Apfel schälen, entkernen und grob reiben. Apfel und Cashewcreme mit dem Rotkohl vermischen und mit Salz abschmecken.
Für die Sauce die Zwiebeln in Stücke schneiden und in etwas Rapsöl, bei geringer Hitze, zu Röstzwiebeln braten. Den Rum in einem Topf oder einer Pfanne erhitzen und flambieren, damit der Alkohol etwas reduziert wird. Die getrockneten Pflaumen grob hacken und mit den Röstzwiebeln, dem Rum, Ahornsirup und Wasser fein pürieren. Anschließend mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Für die Bratlinge die gemahlenen Leinsamen mit dem Wasser vermischen und etwa 10 Minuten quellen lassen. Den Knoblauch und die Schalotten fein hacken und in etwas Rapsöl glasig anschwitzen. Die schwarzen Bohnen abgießen und in einer Schüssel mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zerdrücken. Knoblauch, Schalotte ,Tomatenmark, Paprikapulver, Cayennpfeffer, gequollene Leinsamen und Haferflocken zu den Bohnen geben und mit den Händen gut verkneten. Aus der Masse, mit feuchten Händen, 6 Bratlinge formen und von beiden Seiten etwa 5 Minuten in Rapskernöl braten, bis sie außen schön knusprig sind. Die Burgerbrötchen mit den Bratlingen und den restlichen Zutaten nach Lust und Laune belegen.

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Für 10 Personen

Vor einigen Wochen wurden wir von der Schokoladenmanufaktur Rausch*, einem seit 1918 bestehenden Berliner Familienunternehmen, zu einem Schokoladen Workshop eingeladen. Dort konnten wir nicht nur eine Menge über Kakao lernen, alle Sorten probieren und selbst Pralinen herstellen, wir haben auch Kakaofrüchte zu sehen bekommen. Die Kerne im Inneren der Kakaofrucht sind mit einem süßen Fruchtfleisch ummantelt und haben noch gar nichts mit Schokolade, wie wir sie kennen, zu tun. Dafür müssen die Bohnen erst einmal fermentiert und geröstet werden. Man kann aber das weiße, geschmacklich an Litchis erinnernde, Fruchtfleisch vom Kern ablutschen und diesen wieder ausspucken. Denn er sollte nicht roh verzehrt werden. Naja, Yannic hat den ersten, beim Versuch das Fruchtfleisch abzulutschen, trotzdem erst einmal im Ganzen verschluckt. Wäre unser Leben ein Ausschnitt aus "Charlie und die Schokoladenfabrik", wäre ihm anschließend wohl der Kakao aus den Ohren gelaufen oder er wäre komplett zum Schoko Mann mutiert. Beim nächsten Versuch ging es besser und wir haben uns eine Kakaobohne mit nach Hause genommen und sie eingepflanzt. Nun wächst auf unserer Heizung im Wohnzimmer eine kleine Kakaopflanze heran, die wir täglich hegen und pflegen und die uns immer an den spannenden Schokoabend erinnert.
Was uns aber am meisten begeistert hat, war die Philosophie der Schokoladenmanufaktur. Denn Rausch arbeitet mit den Kakaobauern und Partnern auf den Direct-Trade-Plantagen persönlich und eng zusammen. Von der Blüte am Baum bis zur veredelten Schokolade. Durch diese enge Zusammenarbeit und den Verzicht auf Zwischenhändler garantieren sie den Kakaobauern Preise, die deutlich über dem Weltmarktniveau liegen und gleichzeitig auch die beste Qualität.
Da wir die Schokolade noch dazu super lecker finden, haben wir ein Rezept mit der 70%igen Arriba-Nacional Edelkakao* Schokolade entwickelt. Die kräftige dunkle Schokolade hat eine blumige, feinherbe Note, die perfekt zu Roter Bete passt. Rote Bete und Schoki gilt schon fast als Standard Kombi. Dass wir sie lieben, habt ihr vielleicht schon bei unserem Rote Bete Eis gemerkt. Für unser neues Rezept wollten wir mal testen, wie viel Schokolade eigentlich so in einen Kuchen passt. Herausgekommen ist eine kleine Schoko-Bombe, die z.B. ein wunderbar dekadenter Abschluss für ein weihnachtliches Menü sein kann. Schließlich darf man es am Jahresende auch mal krachen lassen, oder?

Den Backofen auf 180°C (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. Eine kleine Kuchenform (18cm Durchmesser) fetten. Dinkelmehl, Vollrohrzucker, Kakao und Backpulver in einer Rührschüssel vermischen. Die Eier mit dem Salz aufschlagen. Die Rote Bete reiben, die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Rote Bete, Schokolade und Rapskernöl vermischen, die Mehlmischung einrühren und zum Schluss die aufgeschlagene Eimasse unterheben. Den Kuchenteig in die Form füllen und 45 Minuten backen. Danach den Kuchen komplett abkühlen lassen.
Für die Ganache die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Ahornsirup, Kokosöl und Mandelmilch zur geschmolzene Schokolade geben und zu einer glatten und glänzenden Masse verrühren. Die Ganache gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.
Für die Garnitur haben wir am Vortag rohe Rote Bete Scheiben im Dörrgerät getrocknet und zu Pulver gemahlen, das wir zusammen mit etwas gehackter Schokolade auf dem Kuchen verstreut haben.

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*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Schokoladenmanufaktur Rausch. Auch wenn wir dafür entlohnt wurden, geben wir nur unsere eigene unbeeinflusste Meinung wieder. Über Inhalt und Text des Beitrags hatten wir völlig freie Hand. Danke, für die schokoladige Zusammenarbeit!