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Für 3 Personen

Wie kleine Kinder freuen wir uns jedes Jahr darauf unsere Kräuter- und Gemüsesorten zu säen. Der Balkon wird dann auf Vordermann gebracht und jedes Frühjahr kommen noch mehr Töpfchen und Kisten dazu. Wenn dann alles Früchte trägt, ist meistens kaum noch Platz zum Sitzen aber bis dahin dauert es ja noch ein paar Monate. Auch wenn die Gemüseauswahl im Frühling erst nach und nach größer wird – eines gibt es jetzt schon reichlich: Kräuter, und die sind nicht nur gesund, sondern auch noch umsonst! Natürlich müsst ihr euch vor dem Sammeln ausreichend informieren und die Pflanzen sehr gut waschen. Aber Brennnesseln, Löwenzahn und Gänseblümchen erkennen wir wohl alle. Wer die bittere Note mancher Wildkräuter nicht mag, greift am besten zu ganz jungen Blättchen. Löwenzahn könnt ihr aber auch 20 Minuten in kaltes Salzwasser legen, um ihm die Bitterstoffe zu entziehen.
Wir essen die Kräuter gern im Salat, als Pesto oder gehackt in Polenta. Ein leckeres Rezept dazu möchten wir euch aus unserem Kochbuch vorstellen. Ihr könnt die Formgröße fürs Überbacken der Polenta übrigens variieren. Je größer, desto mehr knusprige Oberfläche; je kleiner, desto mehr fluffiges Inneres.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen (Umluft 180 °C). Eine Springform (Ø 24 cm) fetten. Spinat und Kräuter (bis auf den Salbei) waschen und trocken schütteln. Die Blätter von den Stängeln zupfen – bei Brennnesseln tragt ihr am besten Küchenhandschuhe. Kräuter und Spinat grob hacken. Die Schalotte schälen und fein würfeln.
Die Gemüsebrühe aufkochen und gut salzen. Die Polenta in die kochende Gemüsebrühe einrühren und bei geringer Hitze zugedeckt 10 Minuten quellen lassen.
In der Zwischenzeit 1 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kräuter-Spinat-Mischung darin bei geringer Hitze anschwitzen, bis sie zusammenfällt. Die Kräuter salzen, pfeffern und unter die Polenta heben. Alles in die Form füllen und im Ofen ca. 20 Minuten backen, sodass die Polenta außen leicht knusprig und innen schön cremig wird.
Währenddessen den Salbei waschen und gut trocken tupfen. Die Koriandersamen grob zerstoßen. Die Pfanne auswischen, die übrigen 4 Esslöffel Olivenöl darin erhitzen und die Salbeiblätter im Öl bei mittlerer Hitze knusprig braten. Die Blättchen herausheben und auf Küchenpapier entfetten. Koriander- und Senfsamen ins Öl geben und kurz ziehen lassen. Salbei und Gewürzöl auf der fertigen Polenta verteilen und den Polentakuchen vor dem Schneiden etwas abkühlen lassen.

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Für 4 Personen

Die letzten Wochen sind für uns unglaublich schnell verflogen. Unser letztes veröffentlichtes Rezept liegt schon so lange zurück, dass wir euch jetzt zumindest eines unserer liebsten Winterrezepte aus unserem Kochbuch vorstellen möchten, bevor die ersten Frühlingskräuter beginnen zu sprießen. Dieses Gericht hat Yannic bestimmt schon hundertmal gegessen. Das Originalrezept stammt aus einem Vollwertkochbuch aus den späten 70er Jahren, bei dem die Füllung allerdings nur mit Lauch zubereitet wird. Yannics Mutter hat ihm und seinen zwei Schwestern die Pfannkuchen häufig zum Mittagessen gemacht – die Kinder haben sie geliebt. Dieses Rezept gehört zu einem derjenigen, die die Kindheit auf den ersten Bissen wieder aufleben lassen! Am besten schmecken die gratinierten Pfannkuchen, wenn man von einem langen Winterspaziergang durchgefrohren nach Hause kommt und sie zusammen mit den liebsten Freunden verputzt. Dafür kann man das Gericht super vorbereiten und muss es später nur noch überbacken. Nächsten Monat treibt es uns übrigens auf die andere Seite der Erdkugel. Wir werden ein paar Wochen mit dem Camper unterwegs in Neuseeland sein! Wir sind wahnsinnig aufgeregt und freuen uns auf diese lang ersehnte Auszeit. Alle, die uns virtuell auf unserem Trip folgen möchten, werden ein paar Eindrücke auf unserem Hochzeits Instagram Account finden. Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid, mit uns mitfiebert und dieses unglaubliche Land genießt.

Für den Teig Mehl, Eier, Salz, Milch oder Joghurt und 200 ml Mineralwasser glatt verrühren. Bei Bedarf noch etwas mehr Wasser zugießen. Den Teig zum Quellen beiseitestellen.
Für die Füllung die Petersilienblättchen abzupfen und hacken. Die Möhren schälen und würfeln, den Lauch in Ringe schneiden. Beides in der Gemüsebrühe in 10–15 Minuten bei geringer Hitze gar kochen. In der Zwischenzeit aus dem Teig in einer Pfanne mit Butter oder Öl acht dünne Pfannkuchen backen. Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen.
Das Gemüse abgießen, die Brühe dabei auffangen. (Ein Teil wird für die Sauce benötigt, der Rest kann für ein anderes Gericht verwendet werden. Einfach in ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.) Crème fraîche und gehackte Petersilie zum Gemüse geben, alles mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und etwas abkühlen lassen. Alle Zutaten für die Sauce mit 75 Milliliter von der Gemüsebrühe in einem Mixer pürieren. Die Pfannkuchen mit dem Gemüse belegen und aufrollen. Die Rollen in Scheiben schneiden und aufrecht in eine gefettete Auflaufform stellen. Mit der Tomatensauce übergießen, den Mozzarella zerzupfen und darüber verteilen. Die Pfannkuchenröllchen im Ofen (Mitte) 20–25 Minuten backen, bis der Käse goldgelb ist.

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Für 2 Personen

Jeder hat doch seine Schwächen in der Küche, oder? Wenn es aber etwas ist, was scheinbar jeder hinbekommt, dann kann einen das schon verrückt machen. Was haben wir schon alles versucht, um knusprige Kartoffelpuffer hinzubekommen: viel Öl, wenig Öl, im Backofen ausgebreitet, damit sie kein Wasser ziehen, gusseiserne Pfanne, beschichtete Pfanne, Kartoffeln auspressen, Ei oder keins...wir haben einiges ausprobiert und nichts hat geklappt. Außer, sie direkt aus der Pfanne zu verputzen. Kaum zu glauben! Umso glücklicher sind wir nun, euch die knusprigsten Kartoffelpuffer präsentieren zu können, die wir je gegessen haben. Und das Geheimnis ist einfach nur ein bisschen Reismehl. Wir haben die Kartoffeln außerdem mit einem Julienneschneider gehobelt. Das sieht hübsch aus und gibt noch einen extra Knusper. Die Methode ist allerdings nur für Menschen geeignet, für die das Hobeln von Gemüse eine Art Meditation ist. Es ist natürlich kein Muss.

Für den Hummus die Rote Bete in Alufolie gewickelt 60-90 Minuten bei 180°C im Backofen garen (Stäbchenprobe). Anschließend die etwas abgekühlte Rote Bete schälen. Den Knoblauch hacken und im Olivenöl anschwitzen. Die Kreuzkümmelsamen mörsern. Alle Zutaten mit dem Pürrierstab zu einer feinen Creme verarbeiten und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Kartoffeln schälen und mit einem Julienneschneider in streicholzdünne Stifte schneiden. Mit etwas Muskatnuss und reichlich Salz und Pfeffer abschmecken. Die Schalotte fein hacken und zusammen mit dem Reismehl unter die Kartoffeljulienne mischen. Je nachdem wie viel Wasser die Kartoffeln in der Zwischenzeit gezogen haben, können noch 1-2 EL Wasser hinzugefügt werden, falls die Masse zu trocken ist. Die Puffer in einer gut geölten Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun und knusprig braten. Währenddessen die Äpfel in Spalten schneiden und mit dem Zimt vermischen. Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen, die Äpfel dazugeben und mit dem Ahornsirup kandieren.

Ab August 2016 wird es Krautkopf auch als App für Iphone, Ipad und Apple Watch geben.

 

 

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